Ausgleich mit dem Schlusspfiff kassiert
Der TV Neuhausen zeigt eine starke Leistung gegen die HSG Ostfildern, liegt bisweilen mit sechs Toren vorne. Doch am Ende kassiert man Sekunden vor dem Schluss den Ausgleich.
Die Begegnung zwischen den beiden Teams begann durchaus ausgeglichen. Nach gut zehn Minuten zeigte die Tafel ein 5:5 an. Neuhausen konnte sich in der Folge leicht absetzen, der wiedergenesene Valentin Mosdzien brachte seine Farben mit 8:5 (14.) mit einem sehenswerten Wurf knapp über dem Hallenboden in eine eher komfortable Führungsposition. Doch so sicher war die nicht, wenngleich der TVN einige Minuten später immer noch mit drei Toren (11:8) vorne lag. Das lag nicht zuletzt am sehenswert parierenden Marc Vogel im Kasten der Neuhäuser – neben freien Versuchen der Ostfilderner krallte sich der Keeper des TV Neuhausen auch einen Strafwurf der Gäste aus dem Großraum Stuttgart. Beim 12:8 (21.) besprach sich die HSG Ostfildern in einer Auszeit, um größeres Unheil abzuwenden. Doch die Bemühungen der Gäste waren zunächst von wenig Erfolg gekrönt. Bis zur Halbzeitpause blieb es beim Abstand von drei Toren – 18:15.
Nach dem Seitenwechsel legte der TV Neuhausen um Cheftrainer Mike Leibssle einen starken Restart hin. Nach 35 Zeigerumdrehungen schweißte abermals Moszdien die Harzkugel zum 22:16 in die Maschen des HSG-Gehäuses. Lange konnten die Neuhäuser die Ostfildern-Akteure aber auf Distanz halten. Beim 24:20 (42.) waren es nach wie vor vier Tore. Aber in der Folge kamen die Gäste konsequent näher – beim 27:26 (52.) war der Anschluss hergestellt. Kurz später stand es auch schon 28:28. Mehr noch: Ostfildern drehte die Partie sogar und führte plötzlich mit 31:30 nur zwei Minuten vor dem Ende. Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten – Felix Stahl versenkte die Kugel sechs Sekunden vor der Schlusssirene zur 33:32-Führung. Doch HSG-Coach Marco Gaßmann hatte noch eine Auszeit übrig, die nutzte er. Zumal die Neuhäuser in diesen Schlussaugenblicken mit einem Mann weniger auf der Platte auskommen mussten – Abwehrchef Oliver Pohr war kurz zuvor mit seiner dritten Zeitstrafe belegt worden. Am Ende glich Dominik Keim zum 33:33-Endstand aus. TVN-Chefcoach Mike Leibssle sah diese Situation nüchtern: „Bei sieben gegen fünf müssen die das Tor ja fast machen. Es waren Nuancen am Ende.“ Einsatz, Wille und Einstellung hätten heute bei seiner Mannschaft gepasst, analysierte er. Darauf könne und werde man weiter aufbauen.
buxx
TV Neuhausen: Vogel, Bantle – Streubel, Pohr, Brockhaus, Stahl (4), Nothdurft, Götz (6), Letzgus (7), Symanzik (7), Klusch (3), Mosdzien (4), Böhm (2)

