Dem Primus fast die Aufstiegssuppe versalzen

Die Neuhäuser Handballer ärgern den Spitzenreiter nicht nur, sondern haben ernsthafte Chancen auf Zählbares. Am Ende verwirft man aber zu viele Bälle und geht leider leer aus.

Auf dem Papier schien alles ein klarer Fall zu sein: Da reist der Spitzenreiter der Regionalliga an, der im Aufsteigen begriffen ist und duelliert sich mit dem im Abstiegskampf befindlichen TV Neuhausen. Doch wer bei der TSB Schwäbisch Gmünd dachte, man marschiere mal eben galant in Richtung 3. Liga, der sah sich recht schnell getäuscht. Der TV Neuhausen nämlich legte gut los und zeigte eine konzentrierte Leistung, war stets auf Ballhöhe und handlungsschnell. In Überzahl gelang Oliver Pohr nach sechs Minuten eine schnelle Mitte zum 3:2. Der TVN blieb in einem teils zerfahrenen Spiel mit vielen Unterbrechungen lange in Führung und musste erst nach 20 Minuten zum ersten Mal einen Rückstand hinnehmen (9:10). Doch selbst glich man wieder zum 13:13 aus, als Patrik Letzgus einen Strafwurf im TSB-Gehäuse versenkte (25.). TVN-Trainer Toni Lutter lobte die Abwehrleistung seiner Mannen nach der Partie: „Bis dahin nur 13 Gegentore ist richtig solide“, stellte er klar, zumal sich der Spitzenreiter aus Schwäbisch Gmünd in den Vorwochen als äußerst schießwütig präsentiert hatte, teils mehr als 40 Tore warf. Bis zur Halbzeitpause musste der TVN dann aber wieder etwas abreißen lassen, es ging mit 16:18 in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit hatten die Neuhäuser etwas Ladehemmung im Spiel nach vorne, respektive verwandelten die kreierten Chancen einfach nicht. In der Folge schafften es die mit zahlreichem Anhang angereisten Gäste, sich auf 24:19 (42.) wegzuarbeiten. „In der Phase, in der wir die vier, fünf Bälle wegwerfen, verlieren wir das Spiel“, klagte hernach darüber Toni Lutter. Was dem Cheftrainer aber mehr als gefallen konnte war die Moral seiner Truppe. Denn der TVN zog am Ende wieder an und ließ den Gmünder Vorsprung von einst sieben Toren (19:26, 45.) sukzessive zusammenschmelzen. Kurz vor dem Ende dann der Anschlusstreffer durch Frieder Nothdurft zum 29:30. Doch der Ausgleich sollte nicht fallen und mit dem letzten Angriff machte die TSB Schwäbisch Gmünd den Sack zu, traf zum 29:31-Endstand und steigt somit in die 3. Liga auf. Toni Lutter war am Ende zwar über die Niederlage unglücklich, nahm aber dann doch positiv mit, dass man sich trotz Rückstands wieder stark zurückgekämpft

hatte. Jetzt trifft der TVN am kommenden Wochenende in der Fremde auf ein anderes Topteam, wenn es bei der HSG Albstadt zur Sache geht.

buxx

TV Neuhausen: Hauptvogel, Vogel – Streubel, Pohr (1), Brockhaus (6), Schur, Stahl (5), Nothdurft (4), Götz (3), Letzgus (4/1), Friesch, Symanzik, P. Bauer (2), M. Bauer (1), Moszdien (3), Böhm

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